Katzenohren nähen

Foto LBM 2016

2014 waren meine Freundin und ich auf der Leipziger Buchmesse und sind natürlich auch im Bereich der Manga-Comic-Con gelandet. Mittlerweile ist Cosplay in Deutschland sehr beliebt und selbst uns hatte das Fieber mitgerissen. In dem Jahr waren es zwar nur ein paar gekaufte kleine Katzenohren, aber selbst mit denen hatten wir unseren Spaß. Unser Entschluss stand fest, dass wir 2015 mehr machen und wir  wollten als Katzen in Kimonos durch die Gegend laufen – gesagt, getan.

Die Kimonos hatten wir zwar dann bestellt, weil wir uns einfach nicht so recht dran getraut haben, aber die kleineren Accessoires haben wir selbst gestaltet: die Öhrchen, den Schwanz, die Schuhe, die Handschuhe und unser Wägelchen für die Sachen (nebst kleinem Käfig mit Maus).

Ich guck auf den Fotos vielleicht etwas böse, aber als Katze lacht man doch eigentlich nicht – hatte mich anfangs nicht so recht getraut *lach*.

Nun möchte ich euch zeigen, wie der Reif und die Öhrchen selbst entstanden sind:

Die Ohren

Benötigt werden folgende Sachen:

  • etwas plüschiger Stoff (hängt von der Größe der Ohren ab)
  • rosa-farbener Stoff (für die Innenseite)
  • bei Bedarf: Volumenvlies (die für den Haarreif nicht unbedingt, aber meine habe ich damit ausgestattet)
  • Lineal, Stift & Papier (hier geht z.B. Butterbrotpapier)
  • Stoffroller und eine Unterlage, Schere
  • Nadel & Faden, Nähmaschine, Stecknadeln

Für die Form des schwarzen Stoffes habe ich mir ein Dreieck mit abgeschnittenen Ecken überlegt, damit das Volumenvlies sozusagen im schwarzen Stoff ist. Den schwarzen Stoff am besten mit dem Roller zuschneiden, weil es die Sache einfacher macht – Schere geht auch, aber ist etwas schwieriger (wie ich finde). Ein etwas kleineres Dreieck für den rosafarbenen Stoff und das Volumenvlies. Das Lineal habe ich gleichzeitig noch als Führung für den Roller verwendet.

Nun den schwarzen Zuschnitt auf der linken Seite oben zusammen nähen, sodass die Spitze des Ohres entsteht:

Fertiger Außenteil

Jetzt das wieder auf die linke Seite drehen und den Stoff für die Innenseite einnähen. Danach das Vlies rein tun und die beiden Stoffe auf der Unterseite mit Stecknadeln fixieren und zusammen nähen:

Zum Schluss die untere Seite zusammen nähen und damit die Haarnadeln zum fixieren Halt haben, habe ich noch mit einem kleinen Band kleine Schlaufen an die Unterseite genäht. Fertig waren die Öhrchen! 🙂 *miau*

Der Haarreif

Benötigt wird (nebst den „normalen“ Utensilien fürs Nähen):

  • Draht für das Gestell
  • Schleifenband
  • Gummiband
  • Watte oder Reste von Vlies (ich hatte Reste des Volumenvlies da)
  • Spitzenband

Eins vorweg: Die Ohren selbst habe ich wie oben beschrieben genäht, nur etwas kleiner und ohne Volumenvlies.

Als erstes wird das Gestell für den Haarreif zurecht gebogen und dann mit dem Volumenvlies umwickelt – dadurch drückt er nicht so sehr und ist etwas angenehmer beim Tragen. Wenn ihr einen passenden findet, könnt ihr natürlich auch einen fertig kaufen, bei uns war das zu dem Zeitpunkt nicht so einfach, da meine Freundin keinen für sie angenehmen gefunden hatte.

Einen Teil des Schleifenbandes – genauer gesagt die doppelte Länge des Haarreifes und ein bisschen mehr – links und rechts zusammennähen. Ich habe dies in einem ähnlichen Farbton gemacht und es auch so gelassen (also nicht umgedreht). Nun das zusammen genähte Band übder das Gestell ziehen – etwas Geduld mitbringen, denn durch das Vlies kann es etwas schwieriger sein. Für das Band Spitzenstoff und oben drauf den Schleifenstoff zusammen nähen und in dem entstandenen Zwischenraum, z.B. mit Hilfe einer Sicherheitsnadel, das Gummiband einfädeln. Das wird genutzt, damit die anderen beiden „Bänder“ gerafft werden können, was in etwa so aussieht:

Rüschen

Abhängig davon, wie weit die Ohren auseinander liegen sollen, wird das entstandene Band per Hand auf den Reif genäht und die Enden werden dann durch die Ohren überdeckt. Damit ist der Haarreif fertig 🙂

Bis bald,

eure Saori

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